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MK-Kliniken AG - Pflegeheime, Betreutes Wohnen, Altenpflege

Pressemitteilungen

23.04.2009

Marseille-Kliniken AG veröffentlicht zweiten Konzern- Qualitätsbericht:


Strengere Prüfkriterien für mehr Pflegequalität
  • 58 Einrichtungen legen Daten offen
  • Pflegerisikoliste schafft Transparenz
  • Mitarbeiterschulungen schaffen Qualität
  • Erste Verbundzertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2008
Berlin, 23. April 2009 – Mit Veröffentlichung ihres zweiten Konzern-Qualitätsberichts geht die Marseille-Kliniken AG (MKAG) ihre offensive Strategie des "gläsernen Pflegeheims" konsequent weiter: Insgesamt 58 Einrichtungen haben sich aktuell den regelmäßigen internen Qualitätskontrollen unterzogen. So wird für Kunden und Interessenten nachvollziehbar, wie die einzelnen Häuser ausgestattet sind, welche Angebote es dort gibt und wie hoch die Qualität der Pflege ist.

Der zweite Qualitätsbericht schreibt Daten nicht nur fort und vergleicht diese mit den Zahlen des ersten Qualitätsberichts, sondern veröffentlicht zusätzlich weitere Parameter. Der Bericht gibt Auskunft über das umfassende Qualitätsmanagementsystem der MKAG. Das Ziel des Qualitätsmanagementsystems besteht darin, Pflegerisiken zu mindern und so die Pflegequalität permanent zu optimieren. Das Unternehmen stellt damit eine umfassende Transparenz und Kundenorientierung sicher. Neu in der zweiten Auflage ist beispielsweise eine Liste mit Pflegeproblemen. Sie gibt über die Anzahl der Pflegeprobleme Dekubitus (Druckgeschwür, Wundliegegeschwür), Sturz, Intertrigo (Wundsein), Kontraktur (Gelenksteife durch mangelnde Mobilität), Soor-Parotitis (Pilzerkrankung der Mundschleimhaut und Entzündung der Ohrspeicheldrüse), Pneumonie (Lungenentzündung), Thrombose (Verschluss eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel) und Untergewicht für jede Einrichtung Auskunft und zeigt auch, ob sie dort entstanden sind. Häuser mit kritischen Abweichungen erhalten umgehend Unterstützung durch die regionalen Qualitätsmanager des Unternehmens.

Audits und Angehörigenbefragung schaffen Transparenz

Zu den bereits bewährten Datenerhebungen gehören als internes Prüfverfahren das so genannte Audit sowie als externe Maßnahme die jährliche Angehörigenbefragung. Während die Audits, die sich aus einer Vielzahl von Kriterien zusammensetzen, prozentual nach ihrem Erfüllungsgrad abgebildet werden, erfolgt bei der Angehörigenbefragung eine Bewertung anhand des Schulnotensystems. Insgesamt 35 Einrichtungen weisen bei den Audits einen Erfüllungsgrad von 80 Prozent und mehr auf; 14 liegen sogar über 90 Prozent. Kein Haus liegt unter der Marke von 50 Prozent. In der aktuellen Angehörigenbefragung haben 13 Einrichtungen eine Eins vor dem Komma. Die schlechteste Note ist hier eine 2,74. Zum Vergleich: Im ersten MKAG-Qualitätsbericht erhielten 12 Häuser eine Einsernote in der Angehörigenbefragung. Die Audits wurden im letzten Report ebenfalls noch nach Schulnoten ausgewertet, daher ist eine direkte Vergleichbarkeit nicht möglich. Durch die jetzt prozentuale Abbildung ist die Bewertung strenger und objektiver geworden. Zudem haben sich die Anzahl der Prüfungsfragen erhöht und zahlreiche Formulierungen verändert. Grundsätzlich beinhalten die Audits nun sowohl die Bewertung von Einzelprozessen (z. B. wird der Umgang mit Medikamenten in einem Haus bemessen) als auch eine ausführliche jährliche Gesamtprüfung sowie monatliche Stichproben-Kontrollen pro Einrichtung. Durchgeführt werden die Audits durch speziell geschulte regionale Qualitätsmanager. Neben ihrer kontrollierenden Funktion zeigen die Prüfungen vor allem Verbesserungspotenziale auf, die wiederum in unmittelbaren Maßnahmen zur Erhöhung der Pflegequalität münden. Dazu ein Beispiel: Nachdem festgestellt wurde, dass in einigen Häusern die Prozesse zur Flüssigkeitsversorgung nicht optimal abgestimmt waren, wird derzeit ein Ernährungsstandard entwickelt, der nach einer Erprobungs- und Bewertungsphase für alle MKAG-Einrichtungen ab Juli 2009 gelten wird.

Ein wichtiges Mittel zur Qualitätskontrolle wie auch zur Kundenorientierung ist die jährlich durchgeführte, nunmehr neunte Angehörigenbefragung. Ihre Rücklaufquote liegt bei 46,4 Prozent. Die Angehörigen beantworten anonym Fragen zu den Bereichen Pflege/ Betreuung, Personal, Kooperation mit Angehörigen, allgemeine Strukturmerkmale, Räumlichkeiten/Bewohnerzimmer, ärztliche Versorgung, kulturelle/aktivierende Angebote, Service/Verpflegung und Verwaltung. Im Durchschnitt besonders gut fielen die Noten zum Personal, den Räumlichkeiten und den Verwaltungsabläufen aus. Hier lagen die Noten zwischen 1,7 und 2,1. Der Durchschnittswert im Bereich Pflege/Betreuung liegt bei 2,53. Er hat sich gegenüber der letzten Angehörigenbefragung marginal verbessert (2007: 2,54).

Qualitätssiegel für 26 Einrichtungen

26 der 58 im Qualitätsbericht geprüften Einrichtungen führen aktuell eine konzerninterne Qualitätsauszeichnung, das eqs.-Institut- Siegel. Um das Siegel zu erhalten, werden die Ergebnisse aus den Audits und den Angehörigenbefragungen ausgewertet. Nur Häuser, die einen besseren Wert als 2,0 aufweisen, erhalten das Siegel für jeweils ein Jahr. Zum Vergleich: Im ersten Qualitätsbericht wurden 30 Häuser mit dem Siegel ausgezeichnet. Die aktuell geringere Anzahl ist in erster Linie auf die geänderten, strengeren Bewertungskriterien der internen Audits zurückzuführen. Weitere im Qualitätsbericht 2008 beschriebene Qualitätsbausteine sind Pflegevisiten, Einzelfallbesprechungen und darauf aufbauende Pflegeplanungen, Beschwerdemanagement und das kontinuierliche Verbesserungswesen. Alle Maßnahmen bilden ein engmaschiges Netz zur Prüfung und möglichen Steigerung der Pflegequalität. Dazu tragen auch die externen Kontrollen durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) und der Heimaufsicht bei. 16-mal besuchte der MDK eine Einrichtung der MKAG im Jahr 2008, 56 Visiten erfolgten durch die Heimaufsicht.

Hohe Qualität durch regelmäßige Mitarbeiterschulung und Karriereplanung

Eine ausführliche Datenerhebung liefert der aktuell vorgelegte Qualitätsbericht der Marseille-Kliniken AG auch mit Blick auf seine Mitarbeiterstruktur. Die Fachkraftquote liegt, je nach Spezialisierung der Einrichtung auf bestimmte Krankheitsbilder, zwischen 50 und 78 Prozent. Von den aktuell rund 5.469 bei der MKAG beschäftigten Mitarbeitern sind insgesamt 59 Prozent im Segment Pflege tätig. Am Stichtag 01.12.2008 befanden sich insgesamt 234 Auszubildende in den untersuchten 58 Pflegeeinrichtungen. Eine bestmögliche Pflege und Betreuung ist nur durch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter zu gewährleisten. Der zweite Qualitätsbericht liefert umfangreiches Daten- und Informationsmaterial zu Aus- und Fortbildung. So werden mithilfe eines standardisierten Personal-Assessments nicht nur fachlich und persönlich möglichst geeignete Mitarbeiter identifiziert, sondern auch gleich deren individueller Schulungsbedarf ermittelt. Durchschnittlich nimmt jede Pflegekraft wöchentlich an einer 30-minütigen Schulung mittels eLearning teil. Pro Jahr werden für die Mitarbeiter der Pflege zwölf Kursinhalte erarbeitet. Insgesamt richtet die konzerneigene Marseille-Akademie zurzeit mehr als 42 Schulungen aus. Inhaltlich beschäftigen sich die Lehreinheiten z. B. mit spezifischen Krankheitsbildern, IT-gestützter Pflege- und Dienstplanung, Kommunikation oder Expertenstandards. Die individuellen eLearning-Lernzeiten lagen durchschnittlich bei 16,9 Stunden im Kalenderjahr 2008. Um gute Kräfte dauerhaft an das Unternehmen zu bin den und damit Qualität zu sichern, bietet das Unternehmen eine eigene Pensionskasse zur betrieblichen Altersversorgung, gezielte Karriereplanung und Talentmanagement mit Aufstiegschancen, berufsbegleitende Studiengänge, verschiedene Prämienmodelle und weitere Incentives an.

Mit dem zweiten Qualitätsbericht und der Offenlegung der Daten verleiht die MKAG ihrer Forderung nach dem "gläsernen Pflegeheim" konsequent Nachdruck. Das effiziente Qualitätsmanagement schafft mehr Transparenz für alle Beteiligten. Dies gilt für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen ebenso wie für das Personal und externe Prüfinstitute. Die Ergebnisse der gesetzlich vorgeschriebenen Kontrollen, die durch den MDK zukünftig veröffentlicht werden, sind nicht so umfassend wie der Qualitätsbericht der Marseille-Kliniken AG. Deshalb stellt der umfangreiche, interne Qualitätsbericht die überzeugendste Möglichkeit einer datengestützten Offenlegung der Leistungsfähigkeit von Pflegeeinrichtungen und damit zur Kundenorientierung dar. Auch ein Benchmarking zur gezielten Verbesserung der eigenen Leistungen sowie eine effiziente

Ermittlung von Einsparpotenzialen im finanziell völlig überlasteten Gesundheitssystem sind nur durch ein trägerübergreifendes regelmäßiges Qualitätscontrolling realisierbar.

Externe Verbundzertifizierung erhalten

Neben der internen Qualitätsprüfung verfügt die MKAG auch über eine externe Zertifizierung: Als erster, bundesweit tätiger privater Pflegeheimbetreiber hat sie eine Verbundzertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2008 erfolgreich durchgeführt. Darin enthalten sind alle 60 Pflegeeinrichtungen, die Servicegesellschaften für Catering, Gebäudereinigung und die Hauptverwaltung des Unternehmens. Damit trägt die MKAG weiter zum konsequenten Qualitätsmanagement bei. Prüfung und Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems erfolgten durch ein Team der Sachverständigengesellschaft British Standard Institution (BSI) Management Systems Deutschland. Die Zertifizierung ist weltweit anerkannt und behält für drei Jahre ihre Gültigkeit. Eine erneute Zertifizierung kann nach Ablauf dieser Frist erfolgen.


Beim Pressegespräch in der Bundespressekonferenz überreichten Axel Hölzer, Vorstandsvorsitzender der Marseille-Kliniken AG (l.) und Dr. Christoph Löschmann, wissenschaftlicher Leiter und Geschäftsführer des eqs.-Instituts (r.), den Vertrag zur Registrierung der MKAG-Pflegekräfte an Marleen Skowronek von der Registrierungsstelle beruflich Pflegender.

Pressemappe (PDF, 3,1 MB)

Weitere Informationen:

AD HOC PR Presseservice
Dr. Ute Buchheim
Friedrich-Ebert-Str. 65
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Tel.: 05241/9039-35
Fax: 05241/9039-39
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