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Pressemitteilungen

05.02.2002

Offene Briefe an Sachsen-Anhalts Sozialministerin Gerlinde Kuppe


Der Gesamtheimbeirat und die Personalbeauftragten der Senioren-Wohnparks im Land Sachsen-Anhalt haben sich in zwei OFFENEN BRIEFEN an die Sozialministerin Gerlinde Kuppe gewandt.

Für eventuelle Rückfragen:
Marseille Kliniken AG
Thomas Dobernigg
Sportallee 1
22335 Hamburg
Tel.: 040 / 51459 -0
Fax: 040 / 51459 -756


-Offener Brief-

An das Sozialministerium
Frau Ministerin Gerlinde Kuppe
Turmschanzenstraße 25
39114 Magdeburg

Tangerhütte, den 30. Januar 2002

Sehr geehrte Frau Ministerin Kuppe,

wir als Gesamtheimbeirat der Senioren-Wohnparks im Land Sachsen-Anhalt sind enttäuscht – allerdings in keiner Weise überrascht – daß Sie aus unserer Ablehnung, Sie im Senioren-Wohnpark Tangerhütte zu empfangen, einen derartig skandalösen Medienrummel gemacht haben.

Wir wollten Ihnen mit unserer Erklärung, daß Sie eine unerwünschte Person in unserem Senioren-Wohnpark sind, klar machen, daß Sie uns in den letzten acht Jahren im Stich gelassen haben. Sie haben sich nicht für uns interessiert. Sie haben uns bisher nie besucht.

Doch statt darüber nachzudenken, versuchen Sie unseren Heimbetreiber – der sich bisher als einziger für unsere Rechte einsetzt – in der Öffentlichkeit in einem schlechten Licht dastehen zu lassen. Das ist eine bodenlose Frechheit!

Jetzt ist der Wahlkampf – und auf einmal wollten Sie einen Unglücksfall dazu benutzen, sich auf unsere Kosten öffentlich darzustellen. Wir sind vielleicht alt an Jahren, aber noch jung und rege im Geiste und durchschauen Ihre Absichten. Wir finden dies niederträchtig und abstoßend.

Wir lassen uns von Ihnen nicht für Ihren Wahlkampf mißbrauchen. Niemals!

Wir nehmen Ihnen Ihr vorgetäuschtes Mitgefühl für den Unglücksfall nicht ab. Sie haben auch kein Mitgefühl für uns gezeigt, als es darum ging, sich für unsere Rechte einzusetzen. Sie haben viele von uns – ohne eine Spur von Anteilnahme – eiskalt in die Sozialhilfe getrieben. Und viele von uns sind darüber bereits verstorben.

Damit unser Anliegen im rechten Licht dargestellt wird, wenden wir uns heute mit einem OFFENEN BRIEF an Sie:

Wir fordern Sie auf, dem Urteil des Magdeburger Sozialgerichts zu folgen und uns nicht länger unser Recht auf Fördermittel vorzubehalten.

Das Gericht hat gesagt, daß Ihre Förderpraxis nur laienhaft und an völlig haltlosen Kriterien orientiert sei. Das Gericht führte weiter aus, daß Sie nicht wettbewerbsneutral fördern und Sie gegen die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Gleichbehandlung verstoßen.

Wir fordern Sie auf, dies abzustellen und umgehend Gerechtigkeit zu schaffen.

Das Gericht hat außerdem gerügt, daß Sie uns Heimbewohner die Verantwortung auflasten.

Viele von uns waren bei den Gerichtsverhandlungen anwesend und haben gesehen, mit welchen Tricks Ihr Ministerium arbeitet.

Erklären Sie uns, warum alle Heime, die der SPD und PDS nahestehen, voll gefördert werden, wir aber nicht. Sagen Sie uns, warum viele von uns nur aus diesem Grund von Sozialtaschengeld leben müssen.

Wir fordern Sie auf, endlich Ihre Arbeit zu tun und sich für unsere Rechte einzusetzen.

Es sind schon sehr viele Bewohner gestorben, die vergeblich auf die Fördermittel gewartet haben. Sie haben keine Gerechtigkeit erfahren und mußten nach einem harten Arbeitsleben von Sozialhilfe leben. Damit muß jetzt endlich Schluß sein.

Deswegen wollen wir Ihnen den Vorschlag unterbreiten, mit dem Sie Ihren guten Willen unter Beweis stellen können:

Wir laden Sie ein, am Donnerstag, den 7. Februar 2002 mittags in den Senioren-Wohnpark Wolmirstedt zu kommen und mit uns über die Fördermittel zu sprechen. Dort erwarten wir Sie.

Es liegt also nun bei Ihnen.

Hochachtungsvoll

Gesamtheimbeirat
Der Senioren-Wohnparks
Im Land Sachsen-Anhalt


Offener Brief an das
Sozialministerium
z. Hd. Frau Gerlinde Kuppe
Turmschanzenstraße 25
39114 Magdeburg

Tangerhütte, 30. Januar 2002

Sehr geehrte Frau Kuppe,

wir als Personalbeauftragte der Senioren-Wohnparks im Land Sachsen-Anhalt wenden uns heute in einem OFFENEN BRIEF an Sie, um klarzustellen, daß wir als Belegschaftsvertretung voll und ganz hinter dem Entschluß des Heimbeirates des Senioren-Wohnparks Tangerhütte stehen, Sie als unerwünschte Person zu betrachten.

Wir, die Tag für Tag miterleben, wie die Bewohner unter Ihrer unsozialen Politik leiden, werden es nicht länger wort- und tatenlos mitansehen, wie Sie versuchen, die Senioren für Ihren Wahlkampf zu instrumentalisieren.

Weder die Bewohner, noch die Mitarbeiter der Senioren-Wohnparks, werden sich für Ihre Zwecke ausnützen lassen.

Wir finden es empörend, daß Sie versucht haben, einen so tragischen Unglücksfall für Ihre Wahlkampfzwecke zu mißbrauchen. Sie sollten sich schämen und in der Öffentlichkeit nicht die Gekränkte spielen, die ungerecht behandelt wurde.

Die einzigen, die ein Recht haben, gekränkt zu sein, sind wir: Die Bewohner und Mitarbeiter der Senioren-Wohnparks in Sachsen-Anhalt. Denn wir werden wirklich ungerecht behandelt.

Wir fragen uns, was Sie sich eigentlich gedacht haben. Sie haben sich noch nie in einem Senioren-Wohnpark blicken lassen. Sie treiben eine große Zahl von Bewohnern in die Sozialhilfe. Und auf einmal – nur weil Wahlkampf ist – wollen Sie mit offenen Armen empfangen werden. Man könnte meinen, daß eine Sozialministerin mehr Feingefühl hat. Sie erwarten doch auch nicht von einem Verbrecheropfer, daß es sich beim Täter noch artig bedankt.

Ebenso wie uns, behandeln sie auch unser Unternehmen und unseren Firmengründer Ulrich Marseille mehr als ungerecht.

Herr Marseille hatte den Mut, mit seinem Unternehmen gleich nach der Wende nach Sachsen-Anhalt zu kommen. Das Unternehmen hat hierfür rund 1.500 Senioren qualitativ hochwertige Betten und mehr als 750 sichere Arbeitsplätze geschaffen.

Doch statt dieses frühzeitige Engagement zu belohnen, werden uns von Ihrem Ministerium nur Steine in den Weg gelegt.

Wir stellen klar, daß wir froh sind, daß sich unser Unternehmen gegen das Unrecht, das unseren Bewohnern angetan wird, wehrt.

Wir wissen, daß Herr Marseille, auch wenn er sich aus dem operativen Geschäft zurückgezogen hat, die Bewohner und Mitarbeiter sehr am Herzen liegen. Das läßt er uns jedesmal spüren, wenn er einen Senioren-Wohnpark besucht. Es gibt kaum einen Menschen, der sich so bedingungslos für die Rechte der Bewohner einsetzt.

Anstatt zu versuchen, unser Unternehmen und Herrn Marseille ständig in der Öffentlichkeit in Mißkredit zu bringen, sollten Sie lieber Ihren Job machen. Kümmern Sie sich darum, daß unsere Bewohner endlich gerecht behandelt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Personalbeauftragte
der Senioren-Wohnaprks
im Land Sachsen-Anhalt
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