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MK-Kliniken AG - Pflegeheime, Betreutes Wohnen, Altenpflege

Pressemitteilungen

10.10.2003

Pflegewissenschaftlicher Förderpreis der Marseille-Kliniken erstmals verliehen


Zum ersten Mal wird 2003 der pflegewissenschaftliche Förderpreis der Marseille-Kliniken AG vergeben. Die Marseille-Kliniken AG betreibt derzeit bundesweit 47 Einrichtungen der stationären Altenpflege bzw. Altenhilfe. Mit dem Pflege-Preis werden Wissenschaftler geehrt, die mit ihren Arbeiten einen besonderen Beitrag zur Entwicklung der Pflegeforschung leisten. Der künftig jährlich ausgeschriebene Preis ist mit 7500€ dotiert.

Im Rahmen der zunehmenden Professionalisierung der Pflege nimmt die Pflegeforschung einen zunehmend höheren Stellenwert ein. Gefordert wird heute eine wissenschaftliche Fundierung der Pflege. Die Pflegeforschung ist vielerorts noch wenig ausdifferenziert. Die Marseille-Kliniken AG will einen Beitrag dazu leisten, dass sich dies ändert und fördert deshalb herausragende Arbeiten aus dem Bereich der Pflegeforschung.

Begutachtet wurden die eingereichten Projekte durch die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats der Marseille-Kliniken AG, der sich aus Experten aus der Pflegewissenschaft, Geriatrie und Gerontologie zusammensetzt. Kriterien für die Begutachtung waren insbesondere Innovation, Evidenzbasiertheit und Praxisrelevanz. Die Preisverleihung wird im Rahmen des Kongresses der Deutschen Geriatrischen Gesellschaft am 7. November 2003 in Berlin stattfinden. Zusätzlich wurde ein Anerkennungspreis für Nachwuchswissenschaftler vergeben.


Die Preisträger des Förderpreises

Prämiert wurden die Studie „Pflegebedarf und Leistungsstruktur in vollstationären
Pflegeeinrichtungen“ der Arbeitsgruppe Klaus Wingenfeld, Thomas Naplava und Julia Lademann (Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld; Leitung: Prof. Doris Schaeffer) sowie Dr. Eckart Schnabel und Martina Getta (Institut für Gerontologie an der Universität Dortmund, Leitung: Prof. Gerhard Naegele). Untersucht wurde die Frage der bedarfsgerechten Versorgung in vollstationären Pflegeeinrichtungen. Zielsetzung war zum einen die Darstellung des Ist-Zustandes der Strukturen der Pflegebedürftigkeit und des Leistungsgeschehens, zum anderen die Beschreibung der pflegerischen Problemlagen und Anforderungen. Basis war eine empirische Erhebung in stationären Pflegeeinrichtungen. Die Ergebnisse der Studie zeigen eindrucksvoll, dass immer mehr Bewohner von Pflegeeinrichtungen von gerontopsychiatrischen Problemlagen betroffen sind, wodurch ein insgesamt erhöhter Versorgungsbedarf vorliegt. Der Anteil der als „weitestgehend desorientiert“ zu bezeichnenden Bewohner steigt zudem mit der Pflegestufe, in Pflegestufe III liegt er bei 80%. Gleichzeitig weisen die Ergebnisse darauf hin, dass die Pflegestufe nicht als zuverlässiger Indikator für den Pflegeaufwand herangezogen werden kann. Diejenigen Bewohner, die unter Orientierungsstörungen leiden, haben den höchsten
Pflegebedarf, unabhängig von der Pflegestufe.

Darüber hinaus zeigt sich insgesamt eine angespannte Versorgungssituation, die wenig Raum für qualitativ hochwertige Pflege lässt. Die kritische Situation ergibt sich vor allem dadurch, dass die Zeit für Alltagsverrichtungen sehr knapp bemessen ist. Es bleibt daher kaum Spielraum auf individuelle Bedürfnisse, insbesondere hinsichtlich gerontopsychiatrischen Problemlagen einzugehen. Dieser Tatbestand schließt auch ein, dass bei alltäglichen Tätigkeiten die Eigenaktivität der Bewohner aus Zeitgründen zu kurz kommt. Weitere Probleme stellen das nicht Vorhandensein von personeller Kontinuität sowie Engpässe und ungelöste Probleme bei der nächtlichen Versorgung dar.


Anerkennungspreis für Nachwuchswissenschaftlerin

Einen Anerkennungspreis als beste Nachwuchswissenschaftlerin erhielt Gertraude Boye (Diplomstudiengang Pflegewissenschaften, Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg) für ihre Diplomarbeit zum Thema „Analyse von Zugangswegen in vollstationäre Pflegeeinrichtungen bei Pflegestufe I“. Ihre Studie weist darauf hin, dass durch die Nicht-Inanspruchnahme von ambulanten Pflegediensten sowie die mangelnde Verfügbarkeit von altersgerechten Wohnungen alte Menschen häufig früher als notwendig in Altenpflegeheimen untergebracht werden müssen.


Wir gratulieren den Preisträgern und allen Beteiligten recht herzlich und freuen uns über die Anerkennung, die diese Arbeiten damit auch überregional erhalten haben.

Für 2004 wird der Pflegewissenschaftlicher Förderpreis der Marseille-Kliniken AG zum zweiten Mal ausgeschrieben. Eingereicht werden können Arbeiten, die 2001 oder später abgeschlossen wurden, z.B. Buchpublikationen, Habilitationsschriften, Dissertationen, Diplomarbeiten oder veröffentlichte Projektberichte.


Die Teilnahmebedingungen können erfragt werden bei:
eqs. - Institut
Privatinstitut für Evaluation und Qualitätssicherung im
Gesundheits- und Sozialwesen mbH
Alsterkrugchaussee 434
22335 Hamburg

Tel.: 040 / 514 598 35
Fax: 040 / 514 597 39
e-mail: info@eqs-institut.de

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