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MK-Kliniken AG - Pflegeheime, Betreutes Wohnen, Altenpflege

Pressemitteilungen

06.05.2014

Die Marseille-Kliniken AG nimmt wie folgt Stellung zur Sendung "Team Wallraff" vom 5. Mai 2014 auf RTL


Hamburg/Berlin, 6. Mai 1014 - Eine als Praktikantin getarnte Journalistin des "Team Wallraff" von RTL hatte sich im Pflegehaus Kreuzberg eingeschlichen, um dort angebliche Verfehlungen aufzudecken. Dass in einem komplexen Gebilde wie in einem Pflegeheim nicht immer alles rund läuft und perfekt ist, ist sicherlich für jeden nachvollziehbar. Gerade beim Pflegehaus Kreuzberg handelt es sich um ein Pflegeheim mit herausragenden Besonderheiten, die in der Berichterstattung von „Team Wallraff“ leider nicht berücksichtigt wurden. Die Aufnahmen für die TV-Sendung stammen aus Dezember 2013. Inzwischen wurden nahezu alle der gezeigten Mängel längst beseitigt. Und das noch weit VOR der Ausstrahlung der Sendung.

Leider wurde auch nicht genannt, dass das Pflegeheim Kreuzberg nur zu 62 Prozent belegt ist. Wir haben allerdings Kosten, die einem zu 100 Prozent belegten Pflegeheim entsprechen. Seit der Gründung des Pflegeheims im Jahr 2006 macht das Heim bis heute jährlich zwischen 300.000 Euro und 600.000 Euro Verlust. Trotzdem hält die MKAG an diesem Standort fest, weil sie sich ihrer sozialen und kulturellen Verantwortung gegenüber den Bewohnern und Angehörigen verpflichtet fühlt. Die MKAG begrüßt deshalb die angedachten Maßnahmen einer Gesundheitsreform, leidet aber wie die meisten anderen Trägergesellschaften darunter, dass von den Versprechungen in denen vergangenen Legislaturperioden nichts eingehalten worden ist.

Im Einzelnen nehmen wir zu den Vorwürfen wie folgt Stellung:
  • Das Pflegehaus Kreuzberg wurde 2006/2007 von uns komplett umgebaut und modernisiert. Dass sich die Toiletten auf dem Gang befinden, ist konzeptionell beabsichtigt und gewünscht, da im Pflegehaus Kreuzberg viele debile und an Demenz erkrankte Menschen leben, denen beim Toilettengang aus Sicherheitsgründen durch unser Pflegepersonal geholfen werden muss. Dies ist ein anerkannter Standard in der Pflege von Demenzkranken und hat nichts mit baulichen Mängeln zu tun.


  • Das Pflegehaus Kreuzberg wird zu 78 Prozent von Menschen bewohnt, die von der Sozialhilfe getragen werden. Darunter befinden sich viele ehemalige Obdachlose und schwere Alkoholiker, die nur schwer einen Platz in einem anderen Heim bekommen hätten. Wir haben uns dieser gesellschaftlichen Verantwortung gestellt. Allen Bewohnern wird ein Recht auf Privatsphäre in ihren Räumen garantiert, das bedeutet, sie leben dort in ihren eigenen Zimmern und haben damit auch das Recht, sich ihren Lebensraum nach ihrem Gusto zu gestalten. Auch die ehemaligen Obdachlosen, denen wir ein gewisses Recht auf Verwahrlosung zugestehen müssen, solange dies ihn selbst oder die anderen Heimbewohner in irgendeiner Weise in deren Heimleben und Gesundheit beeinträchtigt. Das Pflegepersonal ist, wie im Beitrag ausführlich geschildert, jederzeit aufopferungsvoll bereit darauf positiv einzuwirken und bewertet die Selbstbestimmung der Bewohnerinnen und Bewohner deutlich höher. Im Beitrag wurde nicht genannt, dass es sich bei dem gezeigten Innenaufnahmen um das Zimmer eines ehemaligen Obdachlosen und Schwerstalkoholikers handelt.


  • Tatsächlich kam es zu Undichtigkeiten im Dach des Pflegehauses Kreuzberg. Das eindringende Wasser führte in einigen Fensterbereichen zu Aufweichungen im umliegenden Mauerwerk und Verfärbungen am Verputz. Diese wurden durch Reparaturarbeiten jedoch schon vor einiger Zeit beseitigt.


  • Die Behauptung, man habe „Insider“ bei den zuständigen Aufsichtsbehörden, die Kontrollbesuche vorankündigen, ist schlichtweg falsch. Im gezeigten Fall handelte es sich um eine sogenannte „anlassbezogene Prüfung“. Dies bedeutet, dass seitens der Heimleitung Unterlagen vorbereitet werden, um sie der Prüfbehörde vollständig vorlegen zu können. Das ist gängige Praxis.


  • Zum Vorwurf, dass es zu einem Ausbruch des Norovirus im Pflegehaus Kreuzberg kam, der nicht gemeldet wurde: es gab keinen Ausbruch von Noroviren. Das Gesundheitsamt wurde pflichtgemäß am 17.12.2013 unter Benennung der erkrankten Bewohner darüber informiert, dass bei elf Heimbewohnern Durchfälle und Erbrechen festgestellt wurden. Hausärzte der betroffenen Bewohner hatten den anfänglichen Verdacht eines Novovirus nicht bestätigt. Das Pflegehaus Kreuzberg hat in dieser Situation auch noch die ärztlichen Kontrollen intensiviert um ganz sicher zu gehen.


  • Zum Vorwurf, es gäbe nicht genügend Waschlappen für die Pflege der Bewohner, möchten wir festhalten, dass wenige Tage vor den Aufnahmen durch das „Team Wallraff“ tatsächlich ein Mangel an Waschlappen festgestellt wurde. Diese wurden auch sofort nachbestellt.


  • Im Übrigen fand am 17.1. 2014 eine eingehende Kontrolle des Gesundheitsamtes Berlin statt. Es erfolgte ein Mängel- und auflagenfreier Bericht.
Im Übrigen befindet sich das Pflegehaus Kreuzberg trotz der schwierigen personellen Situation im Bereich der Pflege und dem Mangel an gut ausgebildeten Pflegefach- und Leitungskräften auf einem guten Weg zu einer in Kreuzberg gut integrierten sozialen Einrichtung. Im Übrigen erfreut sich das Pflegehaus in den letzten Wochen eines stetigen Zuspruches neuer Bewohner.
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