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MK-Kliniken AG - Pflegeheime, Betreutes Wohnen, Altenpflege

Pressemitteilungen

20.11.2002

Mitten im Leben: Die Generation 55+ in Deutschland


Berlin. – Senioren in Deutschland – im Jahre 2015 werden sie aktiv, kontaktfreudig, gesundheitsbewußt, konsumfreudig und politisch fordernd sein – anders als es die heute 70jährigen sind. Das Bild der vereinsamten, zurückgezogen lebenden "Senioren" wird nicht mehr der Realität entsprechen.

Das sind die wesentlichen Ergebnisse der Studie "DIE GENERATION 55+", die das Meinungsforschungsinstitut TNS-EMNID exklusiv für die Marseille-Kliniken AG durchgeführt hat und die am Mittwoch, den 20. November von Dr. Klaus-Peter Schöppner, Leiter der TNS-EMNID, und dem Vorstand der Marseille-Kliniken AG bekanntgegeben wurden.

Thomas Dobernigg, Vorstand für Unternehmenskommunikation: „Unser Unternehmen ist einer der größten böresennotierten Pflegeheimbetreiber in Deutschland – derzeit betreiben wir rund 40 Senioren-Wohnparks. Wir haben schlanke Verwaltungsstrukturen, sind innovativ und können schnell auf die sich ständig veränderten Wünsche, Anforderungen und Bedürfnissen unserer Kunden eingehen. Um die Kundenwünsche auch in Zukunft optimal erfüllen zu können, haben wir in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut TNS-EMNID eine repräsentative Studie über die Generation 55+ erarbeitet. Mit welchen Ansprüchen, Erwartungen und Wünschen sieht diese Generation ihre Zukunft in den kommenden 10 bis 15 Jahren? Die gewonnenen Erkenntnisse dienen unseren Experten zur Erarbeitung zukünftiger Betreuungskonzepte.“


1001 repräsentativ ausgewählte Personen ab 55 Jahren in Deutschland wurden zwischen Juni und Juli 2002 befragt. Teile der Studie wurden bereits 1984 und 1988 erhoben, so daß die Ergebnisse auch in ihre langfristigen Bedeutung eingeordnet werden können.


84 % SIND SPORTLICH AKTIV

88% der Generation 55+ legen Wert auf gesunde Ernährung, 84% halten sich sportlich fit, jeder Zweite fährt regelmäßig in den Urlaub und jeder Fünfte macht schon mal einen speziellen Wellnessurlaub. Dabei wird das Thema "Gesundheit" für die Generation 55+ in den nächsten Jahren zu 40% gar noch an Bedeutung gewinnen.

Im Jahr 1988 ernährten sich zwar 79% der Älteren gesundheitsbewußt, aber nur 54% hielten sich sportlich fit. Im Trendvergleich zeigt sich hier ein deutlicher Wandel der
Generation 55+ hin zum sportlich aktiven Menschen. Radfahren (47%), Wandern (36%), Schwimmen (35%) und Gymnastik (32%) sind die beliebtesten Sportarten, wobei die Gymnastik vor allem die Domäne der Frauen (40%) ist. Auch die über 75jährigen gehören nicht zum "alten Eisen". 72% treiben regelmäßig Sport.

Und was macht die Generation 55+ in 10 Jahren, wenn sie die Generation 65+ ist? Da bleibt sie so aktiv wie heute und setzt noch mehr auf Wellness und Gesundheitsurlaub. Die sportliche Aktivität nimmt zwar leicht ab, aber noch mehr wollen dann regelmäßig schwimmen gehen (39%).

Doch auch in den anderen Sektoren zeigt sich die Generation 55+ aktiv: 47% besuchen kulturelle Veranstaltungen, 31% sind in einem Verein tätig, 31% betreuen die Enkelkinder, und selbst die Generation 65+ geht zu 21% einer jobähnlichen Tätigkeit nach.


81% FÜHLEN SICH NIE EINSAM

1984 fühlten sich noch 36 % der Älteren "oft" oder „manchmal“ einsam. In der Generation 55+ des Jahres 2002 ist es nur noch jeder Fünfte (19%). 81% fühlen sich nicht einsam. Damit zeigt sich die Generation 55+ von heute viel besser in die Gesellschaft eingebunden als noch vor knapp 20 Jahren.

Hauptsächlicher Kontaktpartner bei Personen außerhalb des eigenen Haushaltes sind Bekannte und Freunde (84%), Nachbarn (77%), die eigenen Kinder (66%) und Enkelkinder (44%).

63% halten diese Kontakte für ausreichend, auch wenn 16 bzw. 15% noch mehr Kontakt zu den Enkelkindern bzw. Kindern wünschen.

Während die Tagesthemen im Alltag hauptsächlich mit Bekannten und Freunden besprochen werden (70%), werden die persönlich wichtigen Themen hauptsächlich mit den Kindern besprochen (41%). Allerdings haben 22% der über 75jährigen hier gar keinen Ansprechpartner.


23% HABEN POSITIVE LEBENSEINSTELLUNG

Für fast jeden Vierten im Seniorenalter (23%) ist der Höhepunkt des Lebens erst jetzt erreicht (18%) oder steht noch bevor (5%).

Dabei gibt es in den verschiedenen Lebensbereichen unterschiedliche Nuancen. In punkto Partnerschaft steht ein Drittel auf dem Lebenshöhepunkt oder hat ihn gar noch vor sich. Ebenso sieht das ein Drittel der Generation 55+ in Sachen "Verwirklichung und Wünsche".

Bei dieser positiven Lebenseinstellung ist es nicht verwunderlich, daß 22% der Generation 55+ das Thema "Sterben" verdrängen. 77% sind in diesem Zusammenhang der Auffassung, daß die Sterbehilfe für unheilbar Kranke erlaubt sein sollte – in Ostdeutschland sogar 86%.


52% WAGEN GERNE NEUES

52% der Generation 55+ wagen gerne mal „was Neues“. Nur 45% halten gerne am Bewährten fest. Und so ist es kein Wunder, daß die neuen Medien auch in diesen Haushalten Einzug gehalten haben:

Mindestens einmal die Woche sind 17% der Generation 55+ online, 25% nutzen ein Handy, 9% versenden eine SMS, 8% machen Homebanking und 5% shoppen online. Für die Zukunft weisen 25% der Generation 55+ den elektronischen Medien eine zunehmende Bedeutung im eigenen Gebrauch zu.

In der Freizeitgestaltung unterscheidet sich die Generation 55+ nicht von anderen Altersgruppen. Sie tut das, was in Deutschland alle gerne tun: Zeitungen und Zeitschriften lesen (87%), fernsehen (86%) und Radio hören (79%).

Was das Fernseh-Programm betrifft, so sind Informationssendungen in allen Altersstufen gleich beliebt (95%). Hingegen sind Unterhaltungsshows, Talkshows, Heimatfilme und volkstümliche Musiksendungen vor allem bei Senioren ab 75 gerne gesehen – Krimis, Action und Science-Fiction ist eher die Domäne der unter 65jährigen.


55% HABEN KEINE FINANZIELLEN SORGEN

55% der Generation 55+ hat finanziell für einen schönen Lebensabend vorgesorgt, 35% werden nach eigenen Angaben mit der Rente oder vergleichbaren Bezügen auskommen.

Dabei zeigt sich die Generation 55+ durchaus als aktive und neugierige Käuferschicht. So kauft sich jeder Zweiter gerne mal etwas Neues, auch wenn es nicht nötig gebraucht wird.

Auch bei der Produktwerbung zeigt die Generation 55+ Interesse, vor allem, wenn es um Reisen und um Produkte des täglichen Bedarfs (jeweils 46%) geht.

Jeder Zweite geht mindestens einmal im Monat ins Restaurant, 42% kaufen Bücher und CDs, 30% der Generation 55+ geben mindestens einmal im Monat Geld für Gesundheit oder Wellness aus, 22% für Theater oder Konzert und 12 Prozent fahren einmal im Monat weg.


42% FORDERN VERBESSERUNGEN VON DER POLITIK

Noch vor knapp 20 Jahren im Jahre 1984 waren 82% der Senioren mit dem kommunalen Angebot für ältere Menschen zufrieden. Im Jahr 2002 sind es nur noch 58%, die meinen, „vor Ort wird genug getan“. Damit offenbart sich eine deutliche Anspruchshaltung an die kommunale Politik und die politische Öffentlichkeit.

Vor allem der kommunikative Aspekt (Einrichtung von Seniorentreffs) halten 18% für verbesserungswürdig, sowie eine verbesserte Integration der Senioren (17%) und verbesserte Kultur- und Freizeitangebote vor Ort (13%). Die Einrichtung von Seniorentreffs ist ein wichtiger Punkt besonders für die Senioren über 75 Jahre, die zu 32% an solchen Runden teilnehmen. Und in zehn Jahren wollen 41% der dann Generation 65+ an solchen Treffen teilnehmen.

Die Wohnsituation in ihren verschiedenen Facetten ist der zweite wichtige Komplex, der aus der Sicht der Generation 55+ kommunal angegangen werden muß (21%).

"Das Wohnen im Alter soll so sein wie bisher", meinen 70% der Generation 55+. Sie wollen ihren Lebensabend in ihrer Wohnung verbringen, in der sie jetzt leben. Jeder Zehnte wünscht sich ein Leben mit den Kindern und Enkeln im Kreis der Familie – dieser Wunsch ebbt im höheren Alter allerdings merklich ab.

Jeder Vierte der Generation 55+ kann sich aber auch vorstellen, Hilfsangebote wahrzunehmen. dabei wird das eher "klassische" Seniorenheim von 9% gewünscht, betreutes Wohnen von 7%. Ein seniorengerechtes Wohnen sowie eine Zusatzhilfe im Haushalt ist für jeweils 4% wünschenswert, in Seniorenwohngemeinschaften wollen jedoch nur 2% leben.

Die Ergebnisse der Studie als Download.
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