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MK-Kliniken AG - Pflegeheime, Betreutes Wohnen, Altenpflege

Pressemitteilungen

30.08.2013

Marseille-Kliniken AG

Mitarbeiteranzahl im Konzern stabil bei 4.586 – Dezentralisierung der Managementverantwortung an die Einrichtungsleitungen trägt erste Früchte – Verwaltungsaufgaben werden durch hochmoderne Software schlanker gelöst – Hauptverwaltung beschäftigt noch 59 Personen – Buchhaltungszentrum DaTess mit 19 von ehemals 45 Mitarbeitern leistungsfähiger denn je.


Dieter Wopen Hamburg, den 30. August 2013 HV / Doow. Die Einrichtungsleiterin des Senioren-Wohnparks Langen, Bianca Vogeley sitzt vor ihrem Computer und freut sich. Zahlen und Grafiken blitzen auf. Tagesentwicklungen in den Pflegestufen, deren Einnahmen und die korrespondierenden Personaleinsatzzeiten ihrer Einrichtung werden minutengenau aus allen Abteilungen angezeigt. Noch ein kurzer Tastenklick und schon wird erkennbar, was das in Euro bedeutet: Die neue, vom Marseille-Kliniken-Konzern entwickelte Software BC – steht als Abkürzung für „Beauty Contest“ – geht alle 15 Minuten durch die Softwarebereiche der SAP R3, des Programms PSM – Personalmanagement – und des zusammen mit der Lufthansa-Systems entwickelten Programms „Senator“ und zeigt die aktuelle Situation ihrer Pflegeeinrichtung an.

Seit über 20 Jahren ist Frau Vogeley Einrichtungsleiterin in Pflegeheimen. Sie war für verschiedene Arbeitgeber tätig, auch schon für solche der großen Wohlfahrtsverbände. Ihre betriebwirtschaftliche Auswertung – „BwA“ – bekam sie erst 14 Tage oder noch später nach Ende des Monats. Das waren dann zwar verbindliche Zahlen, aber ihren Betrieb richtig steuern konnte sie aus den gewonnenen Erkenntnissen erst im Folgemonat.
„Was nützt mir eine Wettervorhersage, die im Zweifel schon sechs Wochen alt ist?“
Heute sieht sie die betriebswirtschaftlichen und pflegerischen Veränderungen anhand von sich aufbauenden Grafikkurven.
Dieter Wopen „Bereits vormittags weiß ich, wie bei regelmäßigem Verlauf des Geschäfts mein Tagesabschluss aussehen wird und im Monat gibt es bis zu 31 Tagesabschlüsse. Schon für den nächsten Tag kann ich die Personaleinsatzplanung den sich ändernden Bedingungen anpassen. Das ist sensationell.“

Die Marseille-Kliniken AG hat über zwei Jahre intensive Entwicklungsarbeit in ihr neuestes Softwareprodukt investiert, welches ab 01.07. dieses Jahres in den Echtbetrieb der 57 Pflegeeinrichtungen implementiert wurde. Gleichzeitig sind die bis dahin zentralen Führungsstrukturen aus der Hauptverwaltung in Hamburg sukzessive auf die einzelnen Einrichtungs- und Pflegedienstleitungen der Häuser übertragen worden.
„Vorher konnte ich zeitnah keine Entscheidungen treffen, weil mir die Daten fehlten“, sagt Frau Vogeley und ist begeistert wenn sie auf die Vorhersagezahlen bis zum Ende des Geschäftsjahres Mitte nächsten Jahres schaut. „Ich weiß nicht, wie unsere Softwareleute das so hinbringen konnten aber im Viertelstundentakt rechnet mir das System meine prospektiven Ergebnisse für den 30. Juni 2014 immer wieder neu aus. Das gibt mir echte Sicherheit in meiner täglichen Arbeit und ein hohes Maß an Verlässlichkeit.“

Der Konzern hat indes in der Hauptverwaltung die Mitarbeiterzahl auf aktuell 59 Vollzeitstellen reduzieren können. Im September soll noch eine Stelle wegfallen.
In dem konzerneigenen Buchhaltungszentrum DaTess in Pritzwalk ist ebenfalls stark in IT-Unterstützung investiert worden, sodass heute 19 Mitarbeiter deutlich mehr Aufgaben erfüllen können, als dies zuvor bei ehedem 45 Mitarbeitern vor zweieinhalb Jahren möglich war. Ein Belegerkennungssystem verbucht mehr als 92 % der knapp 409.000 Belege pro Jahr automatisch auf den Konten, und zwar unmittelbar bei Eingang und im Konzern sichtbar nach spätestens 15 Minuten.
„Präzise und dabei viel entspannter als früher“, sagt ein langjähriger Mitarbeiter aus dem Buchhaltungsteam. Aber der Weg bis dahin war nicht einfach: Im vergangenen Dreivierteljahr wurde die gesamte Buchhaltungssystematik vollständig neu strukturiert, um zu einer papierlosen Büroorganisation zu kommen.

Der Konzern hat kräftig investiert, auch als Reaktion auf viele bürokratische Monstergesetze, die im Zuge der Verfassungsänderung aus dem Jahre 2006 von den Bundesländern in der Altenpflege erlassen wurden (über 650 neue Paragrafen) und die Verwaltungen in den Pflegeeinrichtungen kräftig aufgebläht haben.
„Nur wenn wir die Bürokratie effektiv halten, haben wir genügend Ressourcen für die Arbeit am Patienten“, sagt der Vorstand Heinz-Dieter Wopen (57), der als gelernter Krankenkassenkaufmann in seinem Leben schon als Geschäftsführer der Diakonie Wolfsburg und zuletzt in gleicher Stellung in Berlin für die 13 Pflegeeinrichtungen des staatlichen Konzerns VIVANTES erfolgreich zuständig war. Als er vor sieben Jahren dort antrat, war die Gruppe in einem schwierigen Zustand. Er hat es verstanden, die Dinge zu organisieren und bei seinem Abschied im letzten Jahr positive Jahresergebnisse und eine hochwertige Pflege als seinen Erfolg zurückzulassen.
Heute trägt die VIVANTES-Pflegesparte bereits 50 % zum Konzernergebnis bei.
„Wenn ich aber die IT-Möglichkeiten, die Marseille hier entwickelt hat, seinerzeit schon gehabt hätte, wäre mir der Erfolg in weniger als der Hälfte der Zeit möglich gewesen“.

Eine treibende Kraft im Konzern ist Ulrich Marseille (57), der sich vor langer Zeit schon in den Aufsichtsrat zurückgezogen hatte. Vor drei Jahren, als der Konzern wegen schwerem Missmanagement über Euro 22 Mio. Jahresverluste schrieb, meldete er sich zurück als Vorstand und bereinigte die Probleme, so dass wieder positive Geschäftszahlen geschrieben und Gewinne erzielt werden.
Heute hat er keine offizielle Funktion im Konzern mehr, ist aber als Berater mit einem Jahressalär von Euro 120.000,- aktiv dabei.
„Ich sehe meinen Einsatz im Unternehmen als das gute Gewissen für das Unternehmen.“
In seiner Eigenschaft als Großaktionär treibt er seine Vision vom über IT-gesteuerten integrierten Konzern voran. Zur nächsten Jahreshauptversammlung Ende des Jahres 2013 beabsichtigt er eine Satzungsänderung einzubringen, den für die Branche immer wichtiger werdenden Organisationsansatz über vernetzte Software zum Geschäftsgegenstand der Marseille-Kliniken AG zu machen.
Damit wäre das Tor offen, um andere große Gesundheitsunternehmen, zu denen auch die Wohlfahrtspflege mit weit mehr als 2 Millionen Arbeitnehmern gehört, mit IT-Produkten zu versorgen.
Die Diskussion darüber hat im Unternehmen schon eingesetzt. Alle unternehmerischen Optionen wären möglich.
Darüber hat das Handelsblatt vor kurzem schon berichtet, und es haben sich eine ganze Reihe von Interessenten aus dem Wettbewerbsumfeld gemeldet und Interesse an der neuen BC-Software bekundet.
Auf der nächsten Sitzung am 10. September 2013 wird sich auch der Aufsichtsrat mit diesen Themen weitergehend beschäftigen.
„Visionär, verbunden mit einer enormen Detailkenntnis in der Pflegebranche“, so beschreiben Insider den Großaktionär.
Marseille ist sich nicht zu schade, im Einzelfall Dingen auf den Grund zu gehen. „Nur wer die – auch im zwischenmenschlichen Bereich – entstehenden Probleme eines derartig großen Dienstleistungsunternehmens kennt, kann diese systemisch versuchen zu lösen“, sagt Marseille.
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