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MK-Kliniken AG - Pflegeheime, Betreutes Wohnen, Altenpflege

Pressemitteilungen

20.04.2012


Gepflegte Praxis und das Trauma des Manager Magazins

Über den Informations- und Wahrheitswert der Berichterstattung

Hamburg, den 20. April 2012 - Schaut man in das Archiv des Manager Magazins zum Thema Marseille-Kliniken, findet man schon ab dem Jahr 1998 http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/a-865.html,

Berichterstattungen, die reißerisch gut beim Leser positioniert werden sollen. Da werden fröhlich Umstände und Vermutungen, aber auch falsche Tatsachenbehauptungen so sehr miteinander vermischt, dass der wesentliche Umstand des Weglassens von relevanten Informationen schon gar nicht mehr ins Gewicht fällt.

So kommt ein übler Nachgeschmack auf. Vertrauen? Welches Vertrauen darf ich als Leser in solch ein Magazin für Manager überhaupt noch aufbringen? Erklärungen für diese Art von Berichterstattung können wir nicht geben. Wir können – und wollen – den Redakteuren nicht in die Köpfe schauen. Es lohnt sich aber ein Blick zurück auf die Anfänge des besonderen Verhältnisses dieser Redaktion zu uns:

Vor mehr als 10 Jahren musste sich der damalige Manager Magazin-Chefredakteur Kaden für einen inhaltlich falschen Artikel des heutigen Enthüllungsjournalisten Sören Jensen entschuldigen.Herr Kaden stand auf der Pressekonferenz der Marseille-Kliniken AG im Anglo-German-Club zum Ende der Pressekonferenz auf und erklärte mit belegter Stimme den anwesenden Journalisten der Konkurrenzblätter : „Ich entschuldige mich für die falsche Berichterstattung in unserer neuesten Ausgabe des Manager Magazins.“

Dass diese Entschuldigung nicht viel wert war, bekam der Vorstand der Marseille-Kliniken AG wenige Tage später zu spüren: Kaden widerrief! Indes blieb auch schon seinerzeit die volle Wahrheit des Manager Magazins im Dunkeln: Marseille hatte nämlich alle rechtlichen Möglichkeiten in Anspruch genommen, um die Verteilung der frisch gedruckten und im Auslieferungslager befindlichen Exemplare zu stoppen. Kaden rief daraufhin bei Marseille an, bot seine offizielle Entschuldigung an, wenn er dafür die bereits gedruckten Exemplare absetzen könnte. So war die Verabredung, aber viel Wert – war sie eben nicht!

Die neueste Berichterstattung des Manager Magazins vom 20. April 2012, Ausgabe 05/2012, Seite 17, wird diesem in der Redaktion gepflegten Anspruch gerecht: Sie enthält offensichtlich Uwahres und ist schon deshalb schwer persönlichkeitsrechtsverletzend. Zudem ist es journalistisch höchst fragwürdig, wie das Magazin einen schon für sich genommen bemerkenswerten Rollenwechsel vom Beobachter zum Akteur äußerst elegant verschleiert : Zunächst einmal ist die behauptete Unregelmäßigkeit bei Abrechnungen substanzlos – wie auch verschiedene andere Ereignisse, die von den ausgeschiedenen Vorständen Dr. Thomas Klaue und Stefan W. Herzberg vor allem während der letzten Wochen ihrer Tätigkeiten im Herbst 2011 bemüht wurden. Ein Insider sagt über die Verhältnisse von damals: Man konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass beide Vorstände hoffnungslos mit den Aufgaben überfordert waren. So erinnert sich der Insider kopfschüttelnd daran, dass Herzberg um 6 Uhr morgens telefonisch ein Treffen der Vorstände für zwei Stunden später an einer Autobahntankstelle Richtung Bremen anberaumte.

Also: In dem neuesten Artikel des Manager Magazins wird gleich zu Beginn – wen wundert’s – über Ulrich Marseille, das Landgericht Halle, eine Bewährungsstrafe und über eine Geldbuße von 6 Millionen Euro berichtet. Und zum Zeichen der vermeintlichen Klarheit wird nachgesetzt: „Seit Dezember ist das Urteil rechtskräftig.“ Tatsächlich aber ist die Geldbuße von der Revisionsinstanz aufgehoben worden. Begründung des Oberlandesgerichts: rechtswidrig.

Bei der Hauptversammlung der Marseille-Kliniken AG am 27. Januar 2012, bei der auch die Presse anwesend war, stellte dieses entlastende Gerichtsurteil einen Schwerpunkt im Vortrag des Konzernjuristen dar. Weiter: Die Sache liegt dem Bundesverfassungsgericht zur Entscheidung vor, weil der Richter am Landgericht Halle einen aus dem Gesinnungsstrafrecht bekannten ehemaligen Nazi-Paragraphen – der übrigens in das bundesdeutsche Strafrecht leicht abgewandelt übernommen worden ist – für die Verurteilung herangezogen hat: Demnach wird der Versuch der Anstiftung zur falschen Zeugenaussage bei Gericht mit Freiheitsstrafe belegt, während die versuchte Falschaussage des Zeugen straffrei bleibt.

Wer kann also noch guten Gewissens behaupten, er fühle sich durch das Manager Magazin sachlich und vollständig informiert, wo dies doch in der Berichterstattung auf der Strecke bleibt?

Im heute erschienenen Artikel unter der Überschrift „Gepflegte Praxis“ berichtet das Manager Magazin über ungerechtfertigte Vorwürfe im Zusammenhang mit Abrechnungen von Pflegeleistungen. Für seine Berichterstattung wählte das Manager Magazin äußerst fragwürdige Wege: Konkret: Das Magazin hat sich die Grundlage für seine sog. Verdachtsberichterstatttungselbst geschaffen, indem es eine (nicht substantiierte) Anfrage an die AOK Sachsen-Anhalt gerichtet hat. Daraufhin leitete die Kasse, was sie bei entsprechenden Hinweisen fast automatisch tun muss, eine Prüfung ein. Diese Prüfung macht nun das Manager Magazin zum Aufhänger seines Artikels. Mehr noch: Eine Stellungnahme der Marseille-Kliniken AG gegenüber der Redaktion gab das Manager Magazin an die AOK weiter, stellte dabei aber den Wortlaut dieser Stellungnahme anders dar. Damit ist die Berichterstattung des Manager Magazin bereits im Ansatz manipulativ. Dieses tendenziöse Verhalten setzt sich im Artikel fort. Dort wird der Umstand einer Prüfung der Vorwürfe durch uns bereits als Indiz für ihre Richtigkeit und Berechtigung gewertet. Das ist weder fair noch logisch.

Wir gehen auf das Manager Magazin zu, Einladung folgt

Wichtige Dinge bespricht man gern persönlich, konstruktiv, in offener und klarer Sprache – soweit auf beiden Seiten Interesse besteht. Wir jedenfalls sind daran interessiert. Deshalb werden wir den Chefredakteur und seine Journalisten Sören Jensen und Eva Müller zügig zu einem Podcast zu uns in die Hauptverwaltung, Sportallee 1, 22335 Hamburg, einladen.

Seien Sie gespannt, wir halten Sie auf dem Laufenden!

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