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MK-Kliniken AG - Pflegeheime, Betreutes Wohnen, Altenpflege

Pressemitteilungen

27.02.2008

Marseille-Kliniken AG veröffentlicht ersten Konzern-Qualitätsbericht in der Pflegebranche


Mit Transparenz und Kontrolle gute Pflege gewährleisten

  • 54 Einrichtungen legen Daten offen
  • Angehörigenbefragung und interne Prüfungen bestätigen
    insgesamt gute Qualität
  • IT-basiertes Qualitätsmanagement liefert konzernweit
    Zahlen

Berlin, 27. Februar 2008 - Die Marseille-Kliniken AG stellt den bundesweit ersten Konzern-Qualitätsbericht in der Pflegebranche vor. Damit leistet das Unternehmen einen Beitrag zu nachgewiesen mehr Transparenz im deutschen Pflegemarkt und kommt der eigenen Forderung nach einem „TÜV für die Pflege“ weiter nach. Für Kunden und Interessenten muss sichtbar nachvollziehbar und verständlich sein, wie die einzelnen Heime ausgestattet sind, welche Angebote es dort gibt und wie gut die Qualität der Pflege ist.


Axel Hölzer, Vorstandsvorsitzender der Marseille-Kliniken AG, fordert mehr Transparenz in der Pflege. Foto: Kai Bublitz

Insgesamt 54 Einrichtungen wurden untersucht. Mittels Angehörigenbefragung und internen Prüfverfahren erhielten die Häuser Bewertungen, die sich am Schulnotensystem orientieren. Insgesamt 33 Einrichtungen liegen bei der internen Bewertung, den Audits, im Einserbereich; zwei haben eine Drei vor dem Komma. Die Angehörigen stuften zwölf Einrichtungen auf Werte zwischen 1,6 bis 1,9 ein; die schlechteste Note liegt hier bei 2,7. In Deutschland gibt es rund 10.000 Pflegeheime. Eine gesetzlich verbindliche Richtlinie für die Veröffentlichung von Qualitätsberichten in der stationären Pflege existiert bisher nicht.

Die Marseille-Kliniken AG setzt sich offensiv für ein bundesweit
einheitliches, jederzeit abrufbares Informations- und Benotungssystem für Pflegeheime ein und versteht ihren Qualitätsbericht als einen ersten Schritt auf dem Weg zu einem „gläsernen Pflegeheim“ und einem „TÜV für die Pflege“. Der führende börsennotierte Pflegeheimbetreiber Deutschlands schafft mit seinem Qualitätsbericht mehr Transparenz für bessere Kundenorientierung. Das effiziente Qualitäts-Controlling wirkt damit auch präventiv, beugt Pflegerisiken vor und minimiert die Folgekosten im finanziell überlasteten Gesundheitssystem.

Neben einer Bewertung der Einrichtungen informiert der Bericht
über das interne Qualitätsmanagementsystem und die verwendeten Instrumente und Prüfmethoden, die die Qualität über Kennzahlen messbar machen. Insgesamt rund 3,5 Millionen Euro hat der private Pflegeheimbetreiber zur Sicherung guter Pflege allein in den letzten vier Jahren in das konzerneigene Qualitätsmanagementsystem investiert.

Die Datensammlung und -auswertung basiert auf IT-Strukturen,
die die Ergebnisse in der täglichen Pflege erfassen und dokumentieren. Mögliche Schwachstellen werden sofort identifiziert und detailliert analysiert. Auf Grundlage der Ergebnisse kann das Pflegepersonal sofort Verbesserungsmaßnahmen einleiten.

Umfassende Daten durch Angehörigenbefragung und Qualitätsprüfungen

Zwei voneinander unabhängige, jährlich durchgeführte Verfahren
bewerten jede der Pflegeeinrichtungen. Da die Kundenzufriedenheit oberste Priorität hat und ein Höchstmaß an Objektivität gewährleistet sein soll, führt das Unternehmen bereits seit acht Jahren anonyme Angehörigenbefragungen durch. Die Noten aus dem Geschäftsjahr 2007 liegen bei einer guten Rücklaufquote von 48,8 Prozent zwischen 1,6 und 2,7 und damit deutlich im oberen Drittel der Skala. Die Angehörigen bewerten die neun Bereiche Pflege/ Betreuung, Personal, Kooperation mit den Angehörigen, allgemeine Aspekte, Räumlichkeiten/Bewohnerzimmer, Ärztliche Versorgung, Kultur und Freizeit, Service/Verpflegung und Verwaltung.

Besonders gut fielen die Noten bei der Bewertung des Personals,
deren Kooperation mit den Angehörigen sowie Service und Verpflegung aus. Aktivierende Angebote oder die ärztliche Versorgung der Bewohner sowie die allgemeine Betreuung und Pflege beurteilten die Angehörigen im Durchschnitt schlechter. Hier will der Konzern künftig in Kooperation mit den Pflegekassen verbesserte Pflegesätze verhandeln, um die Qualität weiter zu steigern.

Die internen Qualitätsprüfer der Marseille-Kliniken AG bewerten
die Einrichtungen bei den monatlichen Qualitätsaudits und den
jährlichen Audits, bei denen die gesamte Einrichtung geprüft wird,
zum Teil kritischer als die Angehörigen. In ihre Benotung fließen
auch innerbetriebliche Planungen und Umsetzungen von Arbeitsabläufen und Prozessen ein, die in der Angehörigenbefragung nicht aufgeführt werden können. Detailliert abgefragt werden beispielsweise die Umsetzung von Pflegeplanung und Pflegevisiten, das Führen von Pflegeberichten, der Umgang mit Pflegerisiken, wie etwa Dekubitus, aber auch Bestandsaufnahmen von Körperpflege, Lagerung, Nahrungs- und Flüssigkeitszustand oder die Sauberkeit der Räume.

Die vergebenen Noten reichen von 1,0 bis 3,4. Werte im Dreierbereich stuft die Konzernspitze, die dieses Qualitätscontrolling als Benchmarking zur gezielten Verbesserung der eigenen Leistung betreibt, als verbesserungswürdig ein. Pflegevisiten, Einzelfallbesprechungen und darauf aufbauende Pflegeplanungen sowie Beschwerdemanagement und Verbesserungswesen ergänzen die Prüfungen und schaffen ein engmaschiges Netz weiterer Qualitätsbausteine. Insgesamt 16 externe Kontrollen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen, 49 Besuche der Heimaufsicht sowie 700 Besuche von MDK-Vertretern anlässlich von Pflegestufenanpassungen
ergänzten im Geschäftsjahr 2007 die internen Prüfverfahren.

Kontinuierliche Mitarbeiterschulung sichert Qualität

Die Mitarbeiter-Fachkraftquote liegt in den 54 Einrichtungen jeweils zwischen 50 und 77 Prozent. In Häusern, die sich auf bestimmte Krankheitsbilder, wie etwa demenzielle Erkrankungen oder die Intensivpflege von Menschen mit geistigen Behinderungen, spezialisiert haben, arbeiten im Durchschnitt über 60 Prozent Fachkräfte. Um geeignetes Personal zu gewinnen wurde 2007 ein spezielles Personal-Assessment eingeführt, das neben den persönlichen und fachlichen Voraussetzungen der Bewerber auch deren individuellen Schulungsbedarf ermittelt. Die Marseille-Kliniken AG beschäftigt derzeit rund 5.400 Mitarbeiter. Jeder von ihnen erhält wöchentlich im Schnitt eine 30-minütige Schulung mittels eLearning. Pro Jahr werden für die Mitarbeiter der Pflege zwölf Kursinhalte mit abschließenden Pflichtprüfungen erarbeitet. 40 inhaltlich unterschiedliche Schulungen hat die konzerneigene Marseille-Akademie bereits entwickelt, weitere 40 sollen folgen. Inhaltlich beschäftigen sich die Lerneinheiten beispielsweise mit spezifischen Krankheitsbildern, Expertenstandards in der Pflege, IT-gestützter Pflege- und Dienstplanung oder Kommunikation und Gesprächsführung. Zur Weiterbildung der Mitarbeiter dienen auch Präsenzschulungen. Sie werden von eigenen Fachkräften und externen Dienstleistern durchgeführt.

30 Häuser mit Qualitätssiegel

30 der 54 im Qualitätsbericht untersuchten Einrichtungen der Marseille-Kliniken AG führen derzeit ein internes, konzerneigenes Qualitätssiegel, das eqs.-Institut-Siegel. Die Voraussetzung zum Erhalt der Auszeichnung setzt sich aus den Ergebnissen der Angehörigenbefragung und den internen Qualitätsprüfungen zusammen. Nur Häuser, die einen besseren Wert als 2,0 aufweisen, erhalten das Siegel für jeweils ein Jahr. Die Ergebnisse der jüngsten Auswertung liegen zwischen 1,5 und 2,5.

Kontinuierliche Datensammlung weiterführen

Die Marseille-Kliniken AG zeigt mit der Offenlegung ihrer Daten und Methoden eine Möglichkeit auf, Qualität messbar zu machen und sie kontinuierlich im Sinne einer guten Pflege dauerhaft zu sichern. Der erste Konzern-Qualitätsbericht wird als Anstoß zur weiteren Diskussion für mehr Transparenz in der Pflege verstanden. Das Unternehmen wird seine Qualitätsberichterstattung jährlich fortsetzen, um Daten über längere Zeiträume miteinander vergleichen zu können.

Weitere Informationen:

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E-Mail: presse@marseille-kliniken.com

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Tel.: 05241 / 9039-91
Fax: 05241/ 9039-39
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